{"id":161,"date":"2017-08-02T15:07:20","date_gmt":"2017-08-02T16:07:20","guid":{"rendered":"http:\/\/hockey.undefined.at\/wordpress\/?page_id=161"},"modified":"2017-08-03T09:43:02","modified_gmt":"2017-08-03T10:43:02","slug":"bogensport","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/bogensport\/","title":{"rendered":"Bogensport"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"font-weight: 300;\"><b><strong>GESCHICHTE DES BOGENSPORTES<\/strong><\/b><\/h1>\n<p style=\"font-weight: 300;\"><b><strong><a href=\"https:\/\/aabsfriesach.jimdo.com\/verein\/geschichte-des-bogensports\/#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><\/a><\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Pfeil und Bogen werden seit mindestens 14.000 Jahren (dem ausgehenden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jungpal%C3%A4olithikum\">Jungpal\u00e4olithikum<\/a>) benutzt, was vor allem durch entsprechende <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pfeilspitze\">Pfeilspitzen<\/a> aus <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feuerstein\">Feuerstein<\/a> belegt ist. Die \u00e4lteste Bogendarstellung ist als Gravur auf einer Kalksteinplatte der <em>Grotte des Fadets<\/em>, Dept. Vienne, Frankreich aufgebracht. Sie datiert in das sp\u00e4te <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magdal%C3%A9nien\">Magdal\u00e9nien<\/a>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Die \u00e4ltesten gesicherten arch\u00e4ologischen Belege f\u00fcr den Bogengebrauch stellen vollst\u00e4ndig erhaltene Pfeile aus dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stellmoor\">Stellmoor<\/a> bei Hamburg dar (etwa 10.000\u00a0v.\u00a0Chr., <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ahrensburger_Kultur\">Ahrensburger Kultur<\/a>). Sie wurden aus <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kieferngew%C3%A4chse\">Kiefernholz<\/a> hergestellt und besitzen Stielspitzen aus Feuerstein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Die \u00e4ltesten unzweifelhaften Bogenfunde sind zwei ca. 8000 Jahre alte Flachbogen aus <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Holmegaard_Kommune\">Holmeg\u00e5rd<\/a>(D\u00e4nemark). Sie entstammen der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kongemose-Kultur\">Kongemose-Kultur<\/a> des nordischen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mesolithikum\">Mesolithikums<\/a>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Die \u00e4lteste europ\u00e4ische Schule des Bogenschie\u00dfens stammt aus dem Jahr 1545 vom englischen Autor <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roger_Ascham\">Roger Ascham<\/a> und tr\u00e4gt den Namen \u201eToxophilus\u201c. <em>Toxophilus<\/em>, der Freund des Schie\u00dfens, f\u00fchrt darin einen Dialog mit <em>Philosophos<\/em>, dem Freund der Weisheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Eine Anekdote zum exotischen Status des Bogenschie\u00dfens im fr\u00fchen 19. Jahrhundert ist von<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Peter_Eckermann\">Johann Peter Eckermann<\/a> in Gespr\u00e4chen mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goethe\">Goethe<\/a> \u00fcberliefert. Zur selben Zeit hatte das Bogenschie\u00dfen in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brabant_%28Provinz%29\">Brabant<\/a> (Belgien) den Status eines beliebten Volkssports, wie Eckermann im Jahre 1814 beobachtete. Dort schossen junge M\u00e4nner auf 60 bis 80 Schritt\u00a0\u2013 mit offenbar beeindruckenden Ergebnissen\u00a0\u2013 auf eine Papierscheibe, die an einer nassen Lehmwand befestigt war.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Nach eigenen Worten bem\u00fchte sich Eckermann einige Jahre vergeblich um eine Popularisierung des Bogensports.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Ein im Jahre 1920 erschienenes Heftchen mit dem Doppeltitel <em>\u201eBogenschie\u00dfen \/ Werfen mit dem Bumerang\u201c<\/em> war lange Zeit die ma\u00dfgebliche Anleitung f\u00fcr das Bogenschie\u00dfen in deutscher Sprache. Hohe Auflagen erzielte au\u00dferdem das 1948 erschienene Buch von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eugen_Herrigel\">Eugen Herrigel<\/a> mit dem Titel <em>\u201eZen in der Kunst des Bogenschie\u00dfens\u201c<\/em>. Dieses Buch beeinflusste auch viele aktive Sportsch\u00fctzen in ihrer mentalen Einstellung zum Schie\u00dfen, wie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Williams_%28Bogensch%C3%BCtze%29\">John Williams<\/a> (Olympiasieger von 1972) \u00fcber sich und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richard_McKinney\">Richard McKinney<\/a> mitteilte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Das Bogenschie\u00dfen beruht auf dem Prinzip eines elastischen Stabes (Bogen), der mit einer Bogensehne gespannt wird. Durch Anspannen der Sehne wirkt der Bogen wie eine Feder und es wird potentielle Energie aufgebaut, die sich beim L\u00f6sen der Sehne als kinetische Energie des Pfeilsfrei setzt. Je st\u00e4rker die Spannkraft des Bogens und je l\u00e4nger der Auszug der Sehne ist, desto schneller, weiter, geradliniger und durchschlagskr\u00e4ftiger fliegt der Pfeil. Die Spannkraft des Bogens wird traditionell als Zuggewicht an der Sehne in englischen Pfund (1\u00a0englisches Pfund = 0,453\u00a0kg) bei einem Auszug von 28\u00a0Zoll (71,12\u00a0cm) gemessen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Das Zuggewicht von B\u00f6gen variiert zwischen wenigen Pfund bei Kinderb\u00f6gen bis \u00fcber 60\u00a0Pfund bei trainierten Sch\u00fctzen. Bei Compoundb\u00f6gen, die mit einem flaschenzug\u00e4hnlichen Mechanismus ausgestattet sind, hat der Bogen eine weitaus gr\u00f6\u00dfere Spannenergie, weil die aufgewendete Zugkraft des Sch\u00fctzen bereits vom Beginn des Auszuges an bis kurz vor dem vollen Auszug ann\u00e4hernd gleichm\u00e4\u00dfig hoch ist und dadurch dem Pfeil ein wesentlich h\u00f6herer Impuls gegeben wird. Die L\u00e4nge des Auszugs h\u00e4ngt von der Arml\u00e4nge des Sch\u00fctzens und der Art der Schie\u00dftechnik ab. Schie\u00dftechnik hei\u00dft hier vor allem die Wahl des Ankerpunktes, wo die Zughand den maximalen Auszug der Sehne erreicht. Je nach Bogenklasse und Verband, in dem der Bogensch\u00fctze sportliches Schie\u00dfen betreibt, gibt es Beschr\u00e4nkungen in der Abschussgeschwindigkeit (Feld- und Wald: 300 fps (Fu\u00df pro Sekunde) oder Zuggewicht von 60Pfund (FITA, Target).<\/p>\n<h2 style=\"font-weight: 300;\">Geschichtliche Entwicklung des Bogensportes<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Als Sportart bildet sich Bogenschie\u00dfen im 16. und 17.\u00a0Jahrhundert in England heraus. 1844 werden die ersten britischen Meisterschaften ausgetragen. 1931 rufen Finnland, Frankreich, Norwegen, Polen und Schweden den internationalen Bogensch\u00fctzen-Verband FITA (F\u00e9d\u00e9ration Internationale de Tir \u00e0 l&#8217;Arc) ins Leben. Im selben Jahr finden auch die ersten Weltmeisterschaften statt. Bei den Olympischen Spielen 1972 in M\u00fcnchenwerden die Regeln der FITA offiziell anerkannt und die sogenannte &#8222;FITA-Runde&#8220; zum Standard bei internationalen Wettk\u00e4mpfen. Die Athleten schie\u00dfen jeweils 36 Pfeile aus Entfernungen von 90, 70, 50 und 30 Metern (Herren) sowie aus 60, 50 und 30 Metern (Frauen) auf die Zielscheiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bogensport und Olympische Spiele &#8211; eine Geschichte f\u00fcr sich. Erstmals fliegen die Pfeile bei den Sommerspielen in Paris 1900. Auch 1904, 1908 und 1920 d\u00fcrfen die Bogensch\u00fctzen antreten. Danach verschwindet der Sport bis 1972 aus dem olympischen Programm. Gr\u00fcnde lassen sich nur vermuten: Einerseits fehlen einheitliche Regeln, andererseits ist der Bogen f\u00fcr viele immer noch mehr ein historisches als ein modernes Sportger\u00e4t. Seit der Wiederaufnahme ins olympische Programm k\u00e4mpfen auch die Frauen um Medaillen.<\/p>\n<p>[1] Wikipedia, Bogensport [16.11.2014]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":211,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/161"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=161"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/161\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":852,"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/161\/revisions\/852"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bogensport-friesach.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}